- 06.09.10
 
Pfarrer sehen die Dinge...(2)
Pfarrer wollen keine Manager sein

An positiven Aspekten ihres Berufes nennen die Pfarrer u.a. „Menschen an Lebensübergängen begleiten“ (86 Prozent), Verkündigung des Evangeliums (84 Prozent), Eintreten für Frieden und Versöhnung (73 Prozent). Deutlich weniger wollen sich zu „Miss-Ständen in Gesellschaft und Kirche prophetisch äußern“ (46 Prozent).

Insbesondere wollen die Pfarrer Seelsorger „an der Seite der Menschen“ sein (93 Prozent), Vorsteher bei der Feier der Sakramente (77 Prozent), Förderer der Mitarbeit in der Gemeinde (78 Prozent). Was die Pfarrer nicht sein wollen, stellte sich aber bei der ORF-Umfrage – die von em. Prof. Paul Zulehner koordiniert wurde –ebenso deutlich heraus: Nur sieben Prozent wollen Leiter eines „pastoralen Großraums“ sein. Aber viele rechnen damit, dass das in Österreich in den nächsten zehn Jahren vermehrt das Schicksal der Pfarrer sein wird. Viele Pfarrer fürchten diesen Rollenwandel, sie wollen  – so Prof. Zulehner – offensichtlich keine Manager werden. Dem Satz „Im Zuge des Priestermangels wird den Pfarrern zu viel Arbeit aufgelastet“, würden daher auch 75 Prozent der Befragten zustimmen.

(red)



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